Immobilien abseits der Portale: Werbung auf Facebook und Instagram direkt aus dem CRM
Ihr stärkster Vertriebsweg sollte nicht der sein, den Sie am wenigsten steuern können.
Ihre Objekte liegen im CRM. Von dort können sie direkt als Anzeigen in den Feed, die Stories und die Reels von Facebook und Instagram gehen – ohne dass jemand Bilder, Preise und Texte ein zweites Mal einpflegt. Das Budget beginnt bei 5 € am Tag, für den ganzen Bestand zusammen, nicht pro Objekt. Die Anzeige führt auf die Objektseite Ihrer eigenen Website. Werbekonto, Katalog und Daten laufen auf Ihren Namen.
Dieser Überblick zeigt, wie die Anbindung funktioniert, welche Regeln Meta für Immobilienanzeigen vorgibt, was schon ein kleines Budget leistet – und wie Sie messen, ob sich das Ganze für Ihr Büro lohnt.
Stand: 29.09.2026
20 Minuten, unverbindlich. Die groben Fehler sieht man in der Zeit meistens schon.
Keine Rechtsberatung
Bitte lassen Sie sich von Ihrem Rechtsanwalt individuell beraten. Wir beschreiben, wie wir Anzeigen und Anfragen technisch aufsetzen. Eine rechtliche Einschätzung geben wir nicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Objekte werden automatisch aus Immobilien-CRMs wie Propstack oder onOffice übernommen und als Immobilienkatalog an Meta übergeben.
- Meta zeigt jeder Person die Objekte aus Ihrem Bestand, die am ehesten passen. Das Budget gilt für alle Objekte zusammen und beginnt bei 5 € am Tag.
- Für Immobilienanzeigen gelten in Europa feste Regeln: kein Alters- oder Geschlechterfilter, mindestens 17 km Umkreis, Interessen nur eingeschränkt, keine ähnlichen Zielgruppen (Lookalikes).
- Wo Angaben aus dem Energieausweis nötig sind, stehen sie in der Anzeige, bevorzugt im Anzeigentext.
- Gemessen wird nicht die Reichweite, sondern was daraus wird: Anfragen, Besichtigungen, Abschlüsse.
Warum Objekte abseits der Portale?
Die meisten Maklerbüros kennen das Muster: Die Portalrechnung steigt mit dem Bestand, die Qualität der Anfragen nicht. Auf einem Portal steht Ihr Objekt neben vielen anderen. Wer dort sucht, vergleicht – und das Umfeld gestalten nicht Sie.
Auf Facebook und Instagram erreicht Ihr Objekt Menschen im Umkreis, die gerade nicht aktiv auf einem Portal suchen. Die Anzeige trägt Ihr Logo, Ihren Namen und führt auf Ihre Website. Nebenbei sehen auch Eigentümer in der Region, welche Objekte Sie vermarkten – für die Akquise ist das kein Nebenschauplatz.
Wichtig zur Einordnung: Es geht nicht darum, Portale abzuschaffen. Ob und in welchem Umfang Sie dort bleiben, entscheiden Sie. Die Bespielung von Portalen bieten wir nicht an. Es geht um einen zweiten Weg zu Käufern und Mietern, der Ihnen gehört – mit Konto, Website und Daten auf Ihrem Namen.
Wie bezahlte Werbung auf Meta funktioniert
Meta ist der Konzern hinter Facebook und Instagram. Eine Kampagne folgt dort immer demselben Muster: Sie legen ein Ziel fest (zum Beispiel Besuche auf der Objektseite oder Anfragen), eine Zielgruppe, ein Creative – also Bild, Video oder Karussell mit Text – und ein Budget. Bezahlt wird für die Ausspielung, nicht für das Einstellen eines Objekts.
Den Rest übernimmt ein Algorithmus. Er lernt, wer auf die Anzeige reagiert, und spielt sie vermehrt an ähnliche Personen aus. Dafür braucht er Daten: Laut Meta verlässt eine Anzeigengruppe die sogenannte Lernphase, wenn sie etwa 50 Optimierungsereignisse innerhalb von sieben Tagen erreicht. Wesentliche Änderungen an Budget, Zielgruppe oder Anzeige starten die Lernphase neu.
Am besten läuft eine Kampagne deshalb dauerhaft: Mit jeder Woche lernt der Algorithmus dazu. Was das für das Budget heißt, steht im nächsten Abschnitt.
Aus dem CRM in die Anzeige: So läuft die Anbindung
Der klassische Weg führt über den Werbeanzeigenmanager von Meta: Bilder hochladen, Texte schreiben, Preis eintragen – für jedes Objekt einzeln und bei jeder Preisänderung erneut. Mit einer Anbindung an Ihr CRM entfällt dieser Schritt. Sie pflegen Objekte wie gewohnt an einer Stelle.
- 1 CRM anbinden. Wir verbinden Immobilien-CRMs wie Propstack oder onOffice über deren Schnittstelle. Ob Ihr CRM angebunden werden kann, klären wir im Gespräch.
- 2 Bestand abgleichen. Der Abgleich läuft automatisch und regelmäßig. Neue Objekte kommen hinzu, verkaufte und vermietete fallen heraus.
- 3 Katalog erzeugen. Aus dem Bestand entsteht ein Immobilienkatalog für Meta: Titel, Beschreibung, Kauf oder Miete, Objektart, Preis, Zimmer, Adresse, Bilder und der Link auf die Objektseite Ihrer Website.
- 4 Anzeigen ausspielen. Die Katalog-Kampagne läuft auf Ihrem Werbekonto. Meta wählt für jede Person die Objekte aus Ihrem Bestand, die am ehesten passen.
Die Kampagne richten wir einmal ein. Danach nimmt sie neue Objekte aus dem CRM mit, ohne dass jemand eine Anzeige von Hand anlegt. Welche Zugangsdaten je System nötig sind und wie der Datenfluss aussieht, beschreiben wir im Überblick zur CRM-Anbindung für Social-Media-Anzeigen.
Zu jedem Objekt lassen sich außerdem Bilder und Beitragstexte für Ihre eigenen Kanäle erzeugen. Anzeigen und normale Beiträge greifen damit auf denselben Bestand zurück.
Nebenbemerkung Google: Derselbe Datenbestand kann auch Kampagnen in Google Ads versorgen. Der Schwerpunkt dieses Überblicks liegt auf Facebook und Instagram.
Budget: ab 5 € am Tag für den ganzen Bestand
Eine Katalog-Kampagne arbeitet mit einem Budget für alle Objekte. Sie müssen also nicht für jedes Objekt einzeln einen Betrag festlegen. Der Einstieg ist mit 5 € am Tag möglich, das sind rund 150 € im Monat an Werbebudget.
Grundsätzlich reichen 5 € am Tag für alle Objekte zusammen – wenn die Kampagne geschickt aufgebaut ist: eine Katalog-Kampagne für den ganzen Bestand, ein klares Ziel wie Besuche auf der Objektseite, ein passender Umkreis und starke Titelbilder aus dem CRM. Das kann die Reichweite spürbar stärken und Besucher auf Ihre Website bringen – auch Menschen, die Ihnen bisher nicht folgen. Wie Sie die passende Höhe für Ihren Markt bestimmen, zeigt unser Beitrag zum Werbebudget für Facebook und Instagram.
Am besten läuft die Kampagne dauerhaft – mit wechselnden Objekten live aus dem CRM, mit Messung und automatischer Optimierung. Wer sie später gezielt auf Anfragen optimieren möchte, braucht mehr Signale; dann kann ein höheres Budget sinnvoll sein.
Wer mit dem kleinsten Betrag anfangen möchte, findet die konkreten Schritte im Praxisbeitrag mit 5 € am Tag starten. Und wenn sich etwas nicht lohnt, sagen wir Ihnen das auch.
Gut zu wissen: Standortgebühren
Seit dem 1. Juli 2026 berechnet Meta in einigen Ländern eine Standortgebühr zusätzlich zum Werbebudget, abhängig davon, wo die Anzeige ausgespielt wird. Für Österreich sind es 5 Prozent. Anzeigen, die in Deutschland ausgespielt werden, sind nicht betroffen.
Was Einrichtung und Betreuung kosten, hängt von CRM, Bestand und Ziel ab. Das besprechen wir im Gespräch – wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich.
Targeting: Was bei Immobilienanzeigen erlaubt ist
Anzeigen für den Verkauf und die Vermietung von Wohnraum gehören bei Meta zu einer Sonderkategorie. Wer Menschen in Europa erreicht, muss sie seit dem 7. Dezember 2021 angeben. Katalog-Anzeigen mit einem Immobilienkatalog fallen ausdrücklich darunter. Die Kategorie schränkt die Zielgruppen-Auswahl ein:
- Alter und Geschlecht: fest auf 18 bis 65+ und alle Geschlechter.
- Ort: Umkreis von mindestens 17 km, keine Postleitzahlen oder Stadtteile, keine Ortsausschlüsse.
- Ähnliche Zielgruppen (Lookalikes): nicht verfügbar.
- Detaillierte Ausrichtung: nur eingeschränkt – Interessen nur aus einer von Meta freigegebenen Liste, keine Merkmale nach Verhalten oder Demografie, keine Ausschlüsse.
Erlaubt bleiben eigene Zielgruppen, etwa Besucher Ihrer Website – vorausgesetzt, das Meta-Pixel ist eingerichtet und Ihre Cookie-Einwilligung deckt es ab. Den größten Teil der Auswahl übernimmt heute das Creative: Bild und Text sprechen die Menschen an, für die das Objekt passt. Was das für Eigennutzer und Kapitalanleger bedeutet, zeigt der Beitrag zum Targeting für Immobilienanzeigen 2026.
Creatives: Was die Anzeige zeigt
In einer Katalog-Anzeige kommen Bilder und Texte aus dem CRM. Die Qualität Ihrer Objektfotos ist damit die Qualität Ihrer Anzeige. Ein dunkles Titelbild bleibt auch im Feed ein dunkles Titelbild.
- Einzelbild: schnell ausgespielt, gut für den ersten Eindruck.
- Karussell: mehrere Räume oder mehrere Objekte in einer Anzeige.
- Video und Reels: Rundgang oder kurzer Einstieg, vor allem für Objekte, die vom Eindruck leben.
Welches Format wann passt und wie Sie die ersten Sekunden eines Reels nutzen, beschreiben wir unter Creatives für Immobilienanzeigen.
Energieausweis und Pflichtangaben
Das Gebäudeenergiegesetz regelt in § 87 Angaben aus dem Energieausweis für Immobilienanzeigen. Wie wir damit umgehen: Wo Angaben aus dem Energieausweis nötig sind, stehen sie bei uns in der Anzeige, bevorzugt im Anzeigentext. Der Katalog selbst hat für diese Werte kein eigenes Feld, deshalb gehören sie in den Text. Welche Angaben Ihr Objekt braucht, klären Sie bitte mit Ihrer Rechtsberatung.
Die Fakten zu Katalogfeldern, Energieangaben und Datenfluss haben wir auf einer eigenen Seite gesammelt: Datenschutz und Energieausweis bei Immobilienanzeigen.
Anfragen: Wohin sie gehen
Eine Katalog-Anzeige führt auf die Objektseite Ihrer Website. Die Anfrage kommt dann über Ihr eigenes Formular – und landet dort, wo Ihre Anfragen heute schon landen. Deshalb gehört die Website zur Kampagne: Eine Anzeige kann nur so gut sein wie die Seite, auf die sie führt.
Die Alternative sind Meta Lead Ads: Das Formular öffnet sich direkt in Facebook oder Instagram. Damit die Angaben im CRM ankommen, braucht es eine eigene Verbindung, etwa über ein Automatisierungswerkzeug wie Zapier oder Make. Welcher Weg passt, hängt davon ab, wie Sie Anfragen bearbeiten. Wie Sie dabei Dubletten und unbrauchbare Einträge klein halten, steht im Beitrag zur Lead-Qualität bei Meta Lead Ads.
In beiden Fällen gilt: Personenbezogene Daten verlassen die Plattform und landen in Ihrem System. Welche Fragen Sie dazu mit Ihrem Datenschutzbeauftragten klären sollten, haben wir unter Anfragen aus Meta-Anzeigen ins CRM zusammengestellt.
Gemessen wird bis zum Termin
Reichweite ist kein Ergebnis. Ein Besichtigungstermin schon, ein Abschluss erst recht. Weil zwischen Anzeige und Notartermin oft Wochen oder Monate liegen, betrachten wir Kennzahlen gestaffelt:
| Zeitraum | Was wir betrachten |
|---|---|
| kurzfristig | Klicks auf die Objektseite, Anfragen, Kosten pro Anfrage |
| mittelfristig | erreichte Interessenten, Besichtigungstermine |
| langfristig | Abschlüsse, die einer Anfrage aus der Kampagne zugeordnet sind |
Allgemeine Richtwerte für die Kosten pro Anfrage helfen dabei wenig. Die Zahl ist bei jedem Büro anders, weil Region, Objektart und Bearbeitung sie bestimmen. Deshalb steht die Prüfung am Anfang. Wie Sie Ihre eigene Zahl sauber ermitteln, zeigt der Beitrag Kosten pro Anfrage und ROI messen.
Was Ihnen gehört
Alles läuft auf Ihren Namen: das Werbekonto bei Meta, der Katalog, das Pixel und die Daten, die es über die Zeit sammelt. Das gilt während der Zusammenarbeit und danach. Wer ein Werbekonto nicht selbst besitzt, fängt beim Wechsel von vorn an – ohne die Historie, aus der der Algorithmus gelernt hat.
Worauf Sie dabei in Verträgen achten sollten, haben wir im Beitrag Wem gehören Ihre Werbekonten? beschrieben.
Häufig gestellte Fragen
Welche CRM-Systeme werden angebunden? ▼
Wir übernehmen Objekte automatisch aus Immobilien-CRMs wie Propstack oder onOffice. Ob Ihr CRM angebunden werden kann, klären wir im Gespräch.
Reichen 5 € am Tag? ▼
Grundsätzlich ja – die 5 € gelten für alle Objekte zusammen, nicht pro Objekt. Ist die Kampagne geschickt aufgebaut, kann sie die Reichweite spürbar stärken und Besucher auf Ihre Website bringen, auch Menschen, die Ihnen bisher nicht folgen. Am besten läuft sie dauerhaft, mit wechselnden Objekten live aus dem CRM.
„Er ist ein absoluter Sympathieträger, der sich auch für das kleinste Maklerunternehmen viel Zeit nimmt. …“
Google-Bewertung – Judith Diedrich
Muss ich den Werbeanzeigenmanager von Meta selbst bedienen? ▼
Nein. Katalog und Kampagne richten wir auf Ihrem Werbekonto ein. Sie pflegen Ihre Objekte wie gewohnt im CRM. Einsicht in das Werbekonto haben Sie jederzeit, weil es Ihnen gehört.
Wohin führt die Anzeige – auf ein Portal oder auf meine Website? ▼
Auf die Objektseite Ihrer Website. Der Link kommt aus dem CRM. Alternativ lässt sich ein Anfrageformular direkt in Facebook oder Instagram nutzen (Meta Lead Ads). Damit dessen Angaben im CRM ankommen, braucht es eine eigene Verbindung, etwa über Zapier oder Make.
Wie gehen Sie mit den Angaben aus dem Energieausweis um? ▼
Wo Angaben aus dem Energieausweis nötig sind, stehen sie in der Anzeige, bevorzugt im Anzeigentext. Welche Angaben Ihr Objekt braucht, klären Sie bitte mit Ihrer Rechtsberatung – eine rechtliche Einschätzung geben wir nicht.
„Tolle , schnelle Antworten und eine sehr informative Wochenveranstaltung. …“
Google-Bewertung – Jürgen Lindemann
Brauche ich die Portale dann nicht mehr? ▼
Das entscheiden Sie. Anzeigen auf Facebook und Instagram sind ein zweiter Weg zu Käufern und Mietern, der Ihnen gehört. Welche Rolle Portale in Ihrem Markt künftig spielen, sehen wir uns gern mit Ihnen an. Die Bespielung von Portalen selbst bieten wir nicht an.
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Fazit: Ein zweiter Weg zu Käufern und Mietern, der Ihnen gehört
Objekte aus dem CRM auf Facebook und Instagram zu bewerben, ist ab 5 € am Tag für den ganzen Bestand möglich. Der Hebel liegt nicht im kleinen Budget, sondern darin, dass niemand Anzeigen von Hand pflegt: Der Bestand im CRM ist der Bestand in der Anzeige. Die Anzeige führt auf Ihre Website, und Konto, Katalog und Daten bleiben bei Ihnen.
Ob das für Ihren Bestand und Ihren Markt passt, klären wir am besten im Gespräch. Ein Ansprechpartner. Ein ganzes Team dahinter.
20 Minuten, unverbindlich. Die groben Fehler sieht man in der Zeit meistens schon.
„ich kann Robert uneingeschränkt empfehlen! Er ist ein Generalist und man benötigt keine anderen Spezialisten mehr!“
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